Nur wer seine Schwächen kennt, kann sich weiterentwickeln – das gilt auch für die Produktion. Die Gühring Tool Management Software (GTMS) hilft Ihnen dabei, indem sie sämtliche Prozessdaten auswertet, digitalisiert und aufbereitet. Hier erfahren Sie, welche Vorteile das Ihrem Unternehmen bietet.

Die Analyse von Werkzeugen erfolgt auch im Zeitalter der Digitalisierung meist eindimensional. Ausgewertet werden in der Regel nur die leicht verfügbaren Daten wie Werkzeugverschleiß, Werkstückqualität oder Messergebnisse. Diese Kennzahlen sind aber oft nicht aussagekräftig genug, um Prozesse umfassend zu bewerten. Mögliche Potenziale werden nicht genutzt, versteckte Probleme nicht erkannt. Zusammenhänge, Wechselwirkung verschiedener Parameter und Einflussgrößen sind nicht oder nur sehr schwer bewertbar. Hier rücken neue Entwicklungen und Funktionen von Industrie 4.0 in den Fokus.

 

Wann ist eine Prozessdatenanalyse sinnvoll?

Die meisten Betriebe kennen ihre Werkzeugkosten und schließen daraus auf den Werkzeugverbrauch. Häufig wird an dieser Stelle angesetzt, um den Zerspanungsprozess hinsichtlich Kosten und Qualität zu optimieren. Weitgehend unbekannt sind dagegen die indirekten Werkzeugkosten: Sie verstecken sich in den Kosten für die Ablauforganisation der Werkzeugverwaltung, also zum Beispiel für direktes Personal, Lagerfinanzierung oder Platzbedarf. Diese indirekten Kosten können erheblich höher sein als die direkten Kosten.

Andere Kosten sind weniger offensichtlich, kommen aber genauso vor: Maschinenstillstände bzw. zusätzliche Rüstvorgänge, weil Werkzeuge fehlen, hohe Zeitaufwendung in der Produktion, weil das passende Werkzeug erst noch gesucht werden muss, Über- bzw. Unterbestände und unnötige Werkzeugvielfalt. Hinzu kommen die Kosten für sogenannte Schwarzbestände, die zur Sicherheit angelegt, aber nie benötigt werden.

Treten diese Vorkommnisse häufiger in Ihrem Unternehmen auf? Dann sollten Sie Ihre Werkzeugverwaltung unbedingt optimieren! Die Gühring Tool Management Software (GTMS) koordiniert Werkzeugbestände in Unternehmen. Aber sie kann noch viel mehr.

Wie gelingt die Prozessoptimierung mit GTMS?

Mit der aktuellen Version der GTMS liefert Gühring das Werkzeug zur kosteneffizienten Gestaltung sämtlicher Prozesse des fertigenden Betriebes. Die Software bildet ein wichtiges Standbein, um die Prozessdaten in der Fertigung transparenter zu machen und um diese gewinnbringend auszuwerten. Außerdem sind Module zur Messmittelverwaltung, Verschleißdatenerfassung, Wareneingangskontrolle oder Erstellung von Arbeits- und Einrichtplänen verfügbar. Dabei werden vor allem die Bereiche Transparenz und Datenauswertung, zum Zwecke der permanenten Verbesserung der Leistung, kontinuierlich erweitert.

 

Maschinenanbindung mit GMCC

Mit einer neuen Option, genannt GMCC, bietet Gühring die Möglichkeit der direkten Maschinenanbindung. Das heißt, hier werden nicht nur Prozessdaten erfasst, sondern sämtliche Kennzahlen wie Betriebsdaten (BDE) sowie Maschinendaten (MDE) und nicht zuletzt Prozessdaten (PDE) abgebildet. Hierdurch können jederzeit und live Maschinenzustände überwacht werden.

Durch permanente Laufzeitanalyse werden Potenziale zur Verbesserung schnell aufgedeckt. Hinterlegte Notfallpläne helfen bei der schnellen und effizienten Behebung von Maschinenstillständen. Durch die Ausfallanalysen besteht die Möglichkeit, Muster zu erkennen, um damit zukünftige Ausfälle zu vermeiden. Ziel ist es, Stillstandzeiten in produktive Laufzeiten zu verwandeln.

 

Mehr sehen mit der GTMS: Prozessdatenüberwachung

Das Software-Modul „Prozessdaten“ kann – herstellerunabhängig – in CNC-Maschinen eingebunden werden, um Leistungsdaten zu analysieren und damit nutzbar zu machen. Hier werden nicht nur Maschinenzustandsdaten wie zum Beispiel „Maschine läuft/läuft nicht“, aktuelle Auftragsnummer oder Laufzeit des CNC-Programms erfasst. Technologische Kernparameter wie Spindelleistung, Auslastung der Vorschubsachsen oder Spindeldrehzahl werden sichtbar gemacht. Damit erhalten Sie eine detaillierte Analyse der Produktion.

Mit dieser Prozessdatenüberwachung lassen sich außerdem Parameter wie Bearbeitungszeiten, aktives NC-Programm, Teilezähler, Leistungsdaten u.v.m. überwachen, dokumentieren und auswerten. Prozesse werden so stabiler, da eine schnellere Ursachenanalyse bei Störungen möglich ist. Diese gewonnene Transparenz ermöglicht, schnell und effizient auf Veränderungen zu reagieren. Weiter lassen sich einfach und schnell Kostentreiber im Produktionsprozess identifizieren. Dadurch entsteht Transparenz bei Laufzeiten, Kosten und Stückzahlen.

Werkzeugstandzeiten im Blick

Das Modul „Magazinüberwachung“ verschafft permanenten Überblick über die verfügbaren Werkzeuge samt entsprechender Reststandzeit und übernimmt automatisiert die Verschleißerfassung. Alle Informationen über die Magazinbelegung lassen sich wiederum zur Auftragsplanung heranziehen. Anwender planen effizienter – die Produktivität wird deutlich erhöht. Eine kürzere Reaktionszeit bei Werkzeugbrüchen sowie die Auswertung der tatsächlichen Standzeit der Werkzeuge sind zusätzliche Vorteile, um eine bedarfsoptimierte Rüstung von Maschinen zu gewährleisten. Umrüstzeiten werden verkürzt oder gänzlich eingespart. Maschinen arbeiten produktiver, eine optimale Auslastung wird gewährleistet.

 

Über 2.500 Projekte weltweit

Mehr als 15 Jahre Erfahrung mit Schnittstellenentwicklung sorgen für große Sicherheit und Professionalität bei der Integration in bestehende IT-Infrastrukturen. Damit bietet Gühring Lösungen und Know-how aus einer Hand. Durch unsere Praxiserfahrung aus über 2.500 Software-Projekten weltweit und der stetigen Weiterentwicklung sind wir jederzeit in der Lage, auf die Anforderungen unserer Kunden zu reagieren. Mitten im Industriezeitalter 4.0 versteht sich Gühring als verlässlicher Partner, Wegweiser und Unterstützer und bietet mit der GTMS ein starkes Instrument zur Digitalisierung der industriellen Fertigung.

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