4000 statt 40
Unschlagbare Standzeiten mit der Hochleistungsreibahle
Perfekte Maßhaltigkeit, reduzierte Bearbeitungszeiten und 100-fache Standzeiten – das schafft KIPP mit der Hochleistungsreibahle HR 500 von Gühring. Bei der Fertigung präziser Passungen steht das Familienunternehmen aus Sulz am Neckar vor einer Herausforderung: denn µ-genaue Bearbeitungen in schwierigen Werkstoffen wie Guss stellen hohe Ansprüche an die Werkzeuge, mit denen die exakten Durchgangsbohrungen gefertigt werden. Mit der HR 500 muss sich KIPP keine Sorgen mehr um mangelnde Maßhaltigkeit oder schlechte Standzeiten machen.
Vorgegossenes Bauteil stellt KIPP vor Herausforderungen
Der Riegel ist ein kleines vorgegossenes Produkt, das nach der Fertigung zu einer ganzen Baugruppe, dem sogenannten Sperrriegel, zusammengebaut wird. Damit lassen sich beispielsweise Maschinentüren von Hand ver- oder entriegeln. Nachdem der Riegel in eine Gewindehülse mit Federpaket eingebracht wurde, wird ein Bolzen in die Passung des Riegels eingepresst.
Für große Toleranzen bleibt kein Spielraum: Da es sich um eine Presspassung handelt, muss die Bohrung perfekt auf den Bolzen abgestimmt sein. Für die H7-Passung mit einem Toleranzbereich von + 5µ muss zuerst vorgebohrt und anschließend mit einer Reibahle bearbeitet werden. Das geschieht auf einer Stama-Fräsmaschine mit 3-Achsen.
Doch das ist leichter gesagt als getan: Zur Herstellung der Produkte kommen zwei verschiedene Werkstoffe zum Einsatz, die es den Reibahlen nicht gerade einfach machen: Edelstahl 1.4308 und Vergütungsstahl C 45. „Vor allem wenn es auf die Maßhaltigkeit ankommt, sind vorgegossene Bauteile immer etwas problematisch, weil die genaue Zusammensetzung der Legierung variieren kann“, erklärt Alexander Wolber, Verantwortlicher für die Werkzeugkoordination bei KIPP. „Die Werkstoffe haben harte und zähe Eigenschaften, was die Bearbeitung schwierig macht.“
Und diese Schwierigkeiten bekommt KIPP zu spüren: „Zuerst haben wir Reibahlen aus HSS für die Passung des Riegels verwendet, das hat überhaupt nicht funktioniert“, erinnert sich Alexander Wolber. Aber auch mit den VHM-Reibahlen eines Wettbewerbers sind die Ergebnisse alles andere als zufriedenstellend. Spätestens nach 20-40 Bauteilen haben die Werkzeuge das Ende ihrer Standzeit erreicht. „Die Spanabfuhr bei vorgegossenen Teilen ist eine echte Herausforderung.“
Gühring Hochleistungsreibahle als Lösung
„Es gibt keine Probleme, nur Aufgaben“, weiß Jürgen Knorr, Außendienstmitarbeiter bei Gühring. Als Alexander Wolber das Problem bei seinem Gühring-Ansprechpartner platziert, hat dieser im Handumdrehen einen Lösungsansatz parat: „Die HR 500 bringt einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil mit sich: Wir haben vielfach längere Standzeiten und können deutlich schneller fahren“, erklärt Jürgen Knorr. „Die HR 500 macht einfach ihren Job.“
Die TiAIN-nanoA-Beschichtung schützt das Werkzeug vor Verschleiß und ermöglicht lange Standzeiten. Dank dieser Eigenschaften punktet die HR 500 im Vergleich zu herkömmlichen VHM-Reibahlen mit extremer Leistungsfähigkeit. Und schon kurze Zeit später startet KIPP erste Versuche mit der Hochleistungsreibahle von Gühring.
Mut zum Vorschub zahlt sich aus
„Die ersten Versuche waren relativ erfolglos, weil wir uns mit geringen Vorschüben an das neue Werkzeug herangetastet haben,“ schmunzelt Wolber. „Wir waren es gar nicht gewohnt, dass eine Reibahle mit diesen hohen Vorschüben funktioniert.“ Kein Einzelfall, weiß Jürgen Knorr: „Die HR 500 ermöglicht deutlich höhere Vorschübe. Das schreckt viele Kunden im ersten Moment ab, weil beim Reiben eher mit langsamen Vorschüben bearbeitet wird.“ Und das nicht ohne Grund: Zu hohe Vorschübe beim Reiben können schlechte Oberflächengüten, Werkzeugbruch oder sogar Schäden an der Maschine zur Folge haben. Dank der HR 500 muss sich KIPP darüber keine Sorgen machen.
Doch der Mut zum Vorschub wird belohnt: „Wir konnten nicht nur eine hervorragende Maßhaltigkeit erreichen, sondern auch wesentlich schneller bearbeiten“, berichtet Alexander Wolber begeistert. Im Vergleich zu den Reibahlen des Wettbewerbers kann KIPP die Passung mit einem Vorschub von 0,6 mm/U statt 0,125 mm/U fertigen. Und auch im Hinblick auf die Standzeiten ist die HR 500 ein absoluter Gamechanger: „Früher konnten wir pro Reibahle 20-40 Riegel fertigen. Die HR 500 schafft bis zu 4.000 Riegel, ohne dass die Maßhaltigkeit leidet“, freut sich Wolber.
| Werkzeug | Hartmetall-Reibahle Ø 6mm | HR 500 Ø 6 mm |
|---|---|---|
| Vorschub | f = 0,125 mm/U | F = 0,6 mm/U |
| Schnittgeschwindigkeit | Vc = 6 m/min | Vc = 103 m/min |
| Drehzahl | n = 320 U/min | n = 5500 U/min |
Gemeinsam Herausforderungen meistern
Durch die Umstellung auf die Hochleistungsreibahle von Gühring spart KIPP also nicht nur Bearbeitungszeiten, sondern auch Werkzeugkosten ein – und muss sich dabei nicht um die Einhaltung der engen Toleranzen sorgen.
Mittlerweile hat KIPP eine Vielzahl an Reibahlen von Gühring im Einsatz. Hierzu zählen neben dem HR 500-Programm beispielsweise auch Sonderwerkzeuge, die speziell auf die Anforderungen des Kunden zugeschnitten sind. Was KIPP an der Zusammenarbeit mit Gühring besonders schätzt, ist ein fester und zuverlässiger Ansprechpartner, der keine Herausforderungen scheut: „Jürgen Knorr hat immer ein offenes Ohr für uns. Wenn es ein Problem gibt, ist er schnell vor Ort und steht uns mit kompetenter Beratung zur Seite. Die Zusammenarbeit läuft hervorragend,“ lobt Wolber.
FAQ zu Hochleistungsreibahlen
Was versteht man unter einer Hochleistungsreibahle und welche Vorteile bietet sie in der Präzisionsfertigung?
Wie wählt man die richtige Hochleistungsreibahle für spezifische Materialien und Anwendungen aus?
Welche Rolle spielt die Beschichtung bei Hochleistungsreibahlen und wie beeinflusst sie die Leistung?
Inwiefern beeinflussen die Schnittparameter die Qualität und Effizienz beim Reiben?
Welche Herausforderungen ergeben sich bei der Bearbeitung von schwer zerspanbaren Materialien mit Hochleistungsreibahlen?
Technische Beratung und Support erhalten Sie auch schnell und direkt über unsere Service-Hotline 00800 2607 2607.
Auch auf WhatsApp sind wir für Sie erreichbar: +49 172 658 53 53. Gleich einspeichern!
Doppelte Standzeit mit der Hochleistungsreibahle
Beste Bohrungsqualitäten, enge Toleranzen, maximale Präzision: darauf kommt es bei der Fertigung von Formeinsätzen aus gehärtetem Stahl an. Dabei setzt dieser Kunde auf Hochleistungsreibahlen aus dem HR 500-Programm von Gühring
Modularer Gewindeformer beim Kranbau
Eine Innovation – der neue modulare Gewindeformer von Gühring – hat es ermöglicht, tief liegende Herausforderungen in der Herstellung von Sacklochgewinden bei Karl Georg zu lösen und die Prozesssicherheit auf ein neues Niveau zu heben.
Durchbruch in hochwarmfestem Stahl
Ein hochwarmfester Stahl brachte die Universalbohrer bei Recker Technik an ihre Grenzen. Doch mit dem Inox-Spezialisten RT 100 InoxPro von Gühring fand das Unternehmen die Lösung – und erzielt nun doppelte Standzeiten bei gleichbleibender Präzision.


