Sie wollen Ihre Bohrwerkzeuge erfolgreich einsetzen und dabei Werkzeugbrüche oder unnötigen Verschleiß vermeiden? Dann kommen Sie ab einem bestimmten Längen-Durchmesserverhältnis nicht um das Pilotieren herum. Im Produktionsalltag werden dafür drei unterschiedliche Konzepte angewendet: das Pilotieren mit Fräsern, Flachbohrern oder Spezialwerkzeugen. Wir zeigen Ihnen, welche Vor- und Nachteile die jeweiligen Konzepte haben. Zudem erklärt unser Gühring-Experte im Video, welches Werkzeug und welche Strategie er zum Pilotieren empfiehlt.

Unsere Erfahrung als Werkzeughersteller und technischer Berater im Bereich Zerspanung hat gezeigt: Bei Werkzeugen mit einem größeren Längen-Durchmesserverhältnis als 7xD sollten Sie vor der Bohrung pilotieren. Der Grund: Die Genauigkeit der Bohrlöcher kann unter den langen Auskragungen dieser Werkzeuge in Kombination mit Rundlauffehlern der Maschine oder der Spindel leiden. Die Endposition beim Bohrprozess ist nicht mehr korrigierbar und es besteht die Gefahr, dass am Ende sogar Ausschussteile produziert werden. Daher ist eine präzise Startposition umso wichtiger. Umgehen können Sie dieses Problem, indem Sie das Werkzeug durch eine Pilotbohrung führen.

 

Drei Konzepte zum Pilotieren

Konzept 1: Pilotieren mit Fräsern

Fräser werden sehr häufig zum Pilotieren eingesetzt. Dabei sind sie eigentlich nicht für das Fertigen von Pilotbohrungen ausgelegt – sondern für die radiale Bearbeitung. Deshalb werden die Späne beim Fräsen auch seitlich ausgeworfen, was von Nachteil ist, wenn Sie stirnseitig mit dem Werkzeug arbeiten. Auch die Rundschlifffasen fehlen bei Fräsern, da hier meist ein Scharfschliff mit Primär- und Sekundär-Freiwinkel vorliegt. Ohne Führungsfasen ist es zudem kaum möglich, ein Kernloch zu erzeugen, dessen Rundheit- und Durchmesserqualitäten den Anforderungen entspricht. Ein weiteres Problem an diesem Pilotier-Konzept: Ein Fräswerkzeug erzeugt keinen geraden Bohrungsgrund. Warum erklärt Florian Beierl, Gühring-Produktmanager für Vollhartmetall-Bohrer, im Video:

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Konzept 2: Pilotieren mit Flachbohrern

Flachbohrer werden vor allem im Formenbau zum Pilotieren verwendet. Doch auch sie haben einen Nachteil aufgrund ihrer 180°-Stirngeometrie, wie Florian Beierl erklärt:

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Konzept 3: Pilotieren mit dem RT 100 P

Der RT 100 P ist ein Sonderwerkzeug, das gezielt für Pilotier-Anwendungen konzipiert wurde. In dem VHM-Pilotbohrer sind die positiven Eigenschaften eines Fräswerkzeugs, eines Flachbohrers und eines konventionellen Pilotbohrers vereint. Der große Kern des RT 100 P lässt von Anfang an nur wenig radiale Abdrängung zu. Seine Führungsfasen sind speziell auf die Anwendung zugeschnitten, um prozesssicher genaue Bohrlöcher mit besten Oberflächenqualitäten zu erzeugen. Somit ist ein Bohrungsgrund mit annähernd 180 Grad möglich – ideale Bedingungen für den Einsatz von Folgewerkzeugen. Außerdem verfügt der RT 100 P über eine Zentrierspitze, die laut Florian Beierl elementar wichtig ist:

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Die richtige Pilotier-Strategie

Nur mit der richtigen Strategie kann ein High-End-Werkzeug wie der RT 100 P seine volle Performance entfalten. Florian Beierl erklärt, wie Sie bei jeder Bohroperation die idealen Verhältnisse für Folgewerkzeuge schaffen:

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Durch diese Strategie hat das Werkzeug Zeit, sich beim erneuten Pilotieren im Stichmaß zu korrigieren und die vorgesehene Position einzunehmen. Wenn Sie den RT 100 P in Kombination mit unserer empfohlenen Strategie einsetzen, werden Sie punktgenaue Positionen generieren und viel Freude an der erreichten Qualität haben.

Sie interessieren sich für den RT 100 P? Vereinbaren Sie jetzt Ihren Beratungstermin:

Florian Beierl
Produktmanager Bohrwerkzeuge

Email: florian.beierl@guehring.de
Telefon: +49 7571 108 22 261

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