Gewindewerkzeuge
Formvollendete Gewinde
Werkzeuge zur Herstellung von Gewinden erfüllen eine besonders heikle Aufgabe: Sie kommen am Ende der Produktionskette zum Einsatz, wenn Bau- oder Einzelteile fast fertig sind. Hier sorgen Gühring Gewindewerkzeuge für Prozesssicherheit. Dabei gibt es mehrere Verfahren, die zum gewünschten Ergebnis führen: Gewindeformen, Gewindebohren und Gewindefräsen. Welche Lösung zur Herstellung von Gewinden für Sie am wirtschaftlichsten ist, erarbeiten wir gerne gemeinsam mit unserem Produktmanagement und erfahrenen Anwendungstechnikern.
Gewinden Grundlagen
Definition und Verwendung von Gewinden
Ein Gewinde ist eine profilierte Einkerbung, die fortlaufend wendelartig um eine zylinderförmige Wandung in einer Schraubenlinie verläuft. Die „Kerbe“ wird als Gewindegang bezeichnet. Grundsätzlich wird zwischen Innengewinde und Außengewinde unterschieden. In ein Innengewinde können passende Schrauben eingedreht werden, die durch das Prinzip der schiefen Ebene ihre Haltekraft erzeugen.
Wo kommen Gewinde zum Einsatz?
Zur Verwendung kommen Gewinde vor allem, um zwei Gegenstände miteinander zu verbinden oder eine Drehbewegung in eine axiale Bewegung umzuwandeln. Das Grundprinzip der wiederlösbaren Verbindungen findet überall dort Verwendung, wo Bauteile miteinander verbunden werden müssen, zum Beispiel in den Branchen Automotive, Aircraft, Maschinenbau, Energietechnik oder auch bei zahlreichen Alltagsgegenständen.
Normalgewinde, Feingewinde und Trapezgewinde
Die am weitesten verbreite Gewindearten in Europa sind metrische ISO-Gewinde, auch als Regel-, Normal- oder Spitzgewinde bekannt. Dabei handelt es sich um eine Profilform, bei der die Außenkanten keilförmig zusammenlaufen. Ein metrisches ISO-Feingewinde hat den gleichen Aufbau wie ein metrisches Normalgewinde. Der Unterschied besteht in einem engeren und nicht so tief eingeschnittenen Gewindeprofil. Durch die kleinere Steigung kann das Feingewinde mehr Zugkraft übertragen als das Normalgewinde. Das Feingewinde wird meist dann eingesetzt, wenn wenig Platz zur Verfügung steht – zum Beispiel bei Stellschrauben in Messgeräten. Beim Trapezgewinde hat das Profil der Gewindegänge die Form eines gleichschenkligen Trapezes. Außerdem sind die Gewindegänge beim Trapezgewinde dicker und die Steigungsmaße größer, wodurch größere axiale Kräfte übertragen werden können. Deshalb finden Trapezgewinde dort Verwendung, wo Bewegungen übertragen werden, zum Beispiel in Drehmaschinen.
Außerdem werden zwei Gewindearten unterschieden: Rechtsgewinde und Linksgewinde. Bei einem Rechtsgewinde wird die Schraube im Uhrzeigersinn eingeschraubt. Die meisten Menschen sind Rechtshänder und müssen aus ergonomischen Gründen bei einem Rechtsgewinde weniger Kraft aufbringen. Deshalb wird diese Gewindeart bevorzugt. Linksgewinde kommen hingegen nur in Sonderfällen zum Einsatz.
Hätten Sie’s gewusst?
Drei Funfacts zur Gewindeherstellung
Fun Fact 1: Wer erfand das Gewinde?
Das Prinzip des Gewindes war schon in der Antike bekannt und wurde für Schraub- und Spiralkonstruktionen genutzt. Die ersten bekannten Aufzeichnungen zu Gewindewerkzeugen stammen von Leonardo da Vinci aus dem 16. Jahrhundert. Doch damals war jedes Gewinde ein Unikat. Erst der Engländer Joseph Whitworth hatte im 19. Jahrhundert die Idee, Gewinde zu normen. Dadurch verbreitete sich das Whitworthgewinde schnell in Europa und ist bis heute eine der bekanntesten Gewindenormen.
Fun Fact 2: Warum heißt ein Innengewinde "Mutter"?
Das mit einem Innengewinde versehene Gegenstück zu einer Schraube wird auch Mutter genannt. Aber warum eigentlich? Früher bezeichnete man die heutige Schraube als Vaterschraube und die heutige Mutter als Mutterschraube. Aus „Mutterschraube“ wurde mit der Zeit aber die verkürzte Form „Mutter“.
Fun Fact 3: Wie lang war das längste Gewinde der Welt?
Das längste Gewinde, das jemals hergestellt wurde, befand sich auf einer Pipeline in Russland. Es war insgesamt 34,5 Kilometer lang.
Bohrungsarten
Sacklochgewinde, Durchgangsgewinde und Durchgangsbohrung-Sacklochgewinde
Bei der Herstellung von Gewinden unterscheidet man zwischen drei Bohrungsarten: Sacklochgewinde, Durchgangsgewinde und Durchgangsbohrung-Sacklochgewinde. Je nachdem für welche Kernlochbohrung man sich entscheidet, benötigt man unterschiedliche Werkzeuge.
Ein Sackloch durchdringt das Werkstück nicht vollständig und wird angebracht, wenn die Materialdicke des Werkstücks sehr groß und ein Durchbohren nicht notwendig ist oder aus konstruktiven Gründen, wie zum Beispiel Abdichtung, Stabilität oder Betriebssicherheit, nicht gewollt ist. Beim Bohren von Sacklöchern muss die vorgesehene Tiefe exakt eingehalten werden. Zudem sollte das Kernloch bei Sacklöchern um die Anschnittlänge tiefer sein als das Gewinde, das Sie später schneiden wollen.
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|---|---|---|---|
| Bohrungsart | Durchgangsgewinde | Sacklochgewinde | Durchgangsbohrung-Sacklochgewinde |
| Beschreibung | Gewinde, das über die gesamte Länge eines Befestigungselements läuft und die Verwendung von Muttern oder Gewindeverbindungen auf beiden Seiten ermöglicht | Gewinde, das nur bis zu einer bestimmten Tiefe in ein Material geschnitten wird, ohne es vollständig zu durchdringen | Gewinde ist auf einer Seite des Werkstücks durchgehend (Durchgangsbohrung), während es auf der anderen Seite in einem Sackloch endet |
| Anwendung | allgemeine Konstruktions- und Montageanwendungen, wo eine durchgehende Befestigung erforderlich ist | einseitige Befestigung z.B. mit Schrauben, ohne dass das Gewinde auf der anderen Seite sichtbar ist | Anwendungen, bei denen eine sichere und zugängliche Befestigung erforderlich ist, während das Gewinde auf der anderen Seite des Werkstücks verborgen bleibt |
| Werkzeuge | Gewindebohrer mit Schälanschnitt bzw. links genutete Gewindebohrer | rechts genutete Gewindebohrer oder gerade genutete Gewindebohrer mit kurzem Anschnitt | rechts genutete Gewindebohrer oder gerade genutete Gewindebohrer mit kurzem Anschnitt |
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Mehr InformationenGewinde Kernloch
Was gibt es beim Kernloch zu beachten?
Um ein Innengewinde herzustellen, wird Material aus einem zuvor gebohrten Kernloch geschnitten. Dieses Kernloch muss über einen definierten Durchmesser und eine Senkung verfügen. Außerdem sollte das Kernloch immer etwas kleiner sein als der Nenndurchmesser des Gewindes, das darin eingebracht werden soll.
Warum Gewinde ansenken?
Vor dem Gewindeschneiden wird das Kernloch mit einem 90° Kegelsenker angesenkt. Dadurch wird das Herausdrücken der ersten Gewindegänge vermieden und die Schneidwerkzeuge lassen sich leichter ansetzen. Die Senkung sollte etwas größer als der Nenndurchmesser sein.
Wie Gewinde bohren?
Mit einem Gewindebohrer wird ein Innengewinde in ein Kernloch geschnitten. Dabei tragen die Schneidzähne des Gewindebohrers Metall in Form von Spänen vom Werkstück ab und erzeugen auf diese Art ein definiertes Gewindeprofil.
Wie Gewinde prüfen?
Die Qualität eines Innengewindes kann schnell und sicher mit einem Gewindegrenzlehrdorn gemessen werden. Lässt sich die „Gutseite“ des Gewindegrenzlehrdorns problemlos in das Gewinde einschrauben, liegen das Mindestmaß des Außendurchmessers und des Flankendurchmessers innerhalb der vorgeschriebenen Toleranzen. Das Paarungsmaß des Gewindes ist in Ordnung. Toleranzen sind Maßgrößen bzw. „zulässige Abweichungen vom Nennmaß“. Je niedriger die Toleranzen, desto kleiner ist die Lücke, die an den Flanken zwischen Schraube und Gewinde entsteht.
Nun kommt die andere Seite des Gewindegrenzlehrdorns zum Einsatz, welche mit einem roten Ring gekennzeichnet ist. Im Idealfall sollte sich diese „Ausschussseite“ nur zwei Umdrehungen in das Gewinde bewegen lassen, bei mehr Umdrehungen handelt es sich bei dem Gewinde um Ausschuss.
Gewindebohrer
Was macht ein Gewindebohrer?
Ein Gewindebohrer (auch Gewindeschneider genannt) ist ein Bohrer zur Erzeugung eines Innengewindes. Beim Gewindebohren entsteht das Gewinde durch das Ausschneiden von Material aus einem zuvor gebohrten Kernloch. Mit diesem Verfahren kann man fast alle zerspanbaren Werkstoffe bearbeiten. An die Maschinen wird dabei keine besondere Anforderung gestellt. Das entsprechende Werkzeug zum Schneiden von Außengewinden in Metall ist ein Schneideisen. Schneideisen für metrische ISO-Gewinde finden Sie im Gühring Onlineshop.
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Mehr InformationenWie funktioniert ein Gewindebohrer?
Beim Gewindebohren schneidet das rotierende Werkzeug mit einem definierten Vorschub (entsprechend der Steigung des Gewindes) das Gewinde in ein zuvor gebohrtes Kernloch. Gewindebohrer haben zwei oder mehr Schneiden, die wiederum über Zähne verfügen. Während der Gewindeschneider rotiert, trägt jeder dieser Zähne einen Span von dem zu bearbeitenden Material ab. Die Zähne sind unterschiedlich abgeflacht und dienen im hinteren Teil des Werkzeugs nur dazu, den Gewindebohrer im bereits geschnittenen Teil des Gewindes zu führen.
Gewindebohrer von Gühring
Wie werden Gewindebohrer hergestellt?
Auf speziell entwickelten Maschinen stellt Gühring hochpräzise geschliffene Gewindebohrer her. Als Schneidstoff für unsere Gewindebohrer verwenden wir beste Qualitätsstähle (HSCo) sowie Hartmetall aus eigener Produktion.
In kurzspanenden Werkstoffen spielen Vollhartmetallgewindebohrer ihre Stärken aus. Das Metall ermöglicht aufgrund seiner hohen Härte wesentlich höhere Standzeiten. Gleichzeitig sinkt die Bearbeitungszeit signifikant, weil mit höheren Schnittgeschwindigkeiten gearbeitet werden kann. Schnellarbeitsstahl (HSCo) ist als Schneidstoff für viele verschiedene Werkstoffe einsetzbar. So kann ein Gewindeschneider aus HSCo zum Beispiel in Stahl prozesssicher schneiden, während Hartmetall-Schneiden aufgrund ihrer geringen Zähigkeit brechen würden.
Fachwissen zum Thema Gewindebohren direkt vom Hersteller
Geballte Expertise für Ihre Gewindeherstellung
Gewinde begegnen uns im Alltag überall. Doch das Gewindebohren ist ein anspruchsvoller Zerspanungsprozess. Nachfolgend erhalten Sie wichtiges Grundlagen- sowie Produktwissen, rund ums Thema Gewindebohren.
Gewindebohrer Bezeichnung
Bauteile mit Außengewinde (zum Beispiel Schrauben) und Bauteile mit Innengewinde (zum Beispiel Muttern) müssen zueinander passen. Um das sicherzustellen, gibt es Normen, welche die Maße eines Gewindes eindeutig festlegen. Die wichtigsten Messgrößen sind der Außendurchmesser, der Flankendurchmesser, der Kerndurchmesser, die Steigung, der Flankenwinkel und der Steigungswinkel. So legt zum Beispiel DIN 13 die grundlegenden Parameter für metrische Gewinde und deren Toleranzen fest. Die Bezeichnung von Handgewindebohrern erfolgt zum Beispiel in der DIN 352.
Entdecken Sie die Merkmale eines Gewindebohrers
Die Geometrie eines Gewindebohrers wird durch verschiedene Merkmale bestimmt. Diese Eigenschaften beeinflussen die Zerspanungsarbeit und die Stabilität des Gewindebohrers bei der Gewindeherstellung. Klicken Sie auf die Grafik und lassen Sie sich die Bedeutungen der unterschiedlichen Merkmale anzeigen.
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Mehr InformationenGewindebohrer Durchgangsloch
Ein Durchgangsloch führt komplett durch das Werkstück hindurch. Gewindebohrer für Durchgangslöcher haben eine Besonderheit gegenüber Werkzeugen für Sacklöcher: Sie haben mehr Gänge am Anschnitt, denn die Spitze des Bohrers kann am Ende des Bohrlochs austreten.
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Mehr InformationenSackloch Gewindebohrer
Zum Bearbeiten von Sacklochgewinden in langspanenden Werkstoffen empfehlen wir die Nutzung spiralisierter Werkzeuge. Diese Werkzeuge befördert durch ihre positiven Drallwinkel die Späne nach oben aus dem Werkstück heraus. Zum Bearbeiten von Sacklochgewinden in kurzspanenden Werkstoffen wie Guss oder Aluminium empfehlen wir die Nutzung eines gerade genuteten Gewindebohrers mit der Form C. Die kurzen Späne werden entweder durch die Innen- oder Außenkühlung von den Schneiden weg und aus dem Bohrloch herausgespült.
Welche Gewindebohrer Arten gibt es?
Gewindebohrer lassen sich in drei Typen einteilen: gerade genutet, spiral genutet und gerade genutet mit Schälanschnitt. Welcher Typ eingesetzt werden sollte, hängt vom Werkstoff des Bauteils ab und davon, ob es sich bei der Bohrung um ein Sackloch oder ein Durchgangsloch handelt.
Geradnuten-Gewindebohrer
Der gerade genutete Gewindebohrer produziert kleine Späne. Diese werden durch die Innen- oder Außenkühlung weggespült.
Rechtsspiralisierter Gewindebohrer
Der rechtsspiralisierte Gewindebohrer befördert die Späne mit seinem positiven Spanwinkel entgegen der Vorschubrichtung nach oben aus der Bohrung.
Schälanschnitt-Gewindebohrer
Gewindebohrer mit Schälanschnitt haben eine korrigierte Hauptschneide: An die Schneide wird ein negativer Seitenspanwinkel geschliffen. Dieser schiebt den Span in Vorschubrichtung aus der Bohrung.
Linksspiralisierter Gewindebohrer
Beim linksspiralisierten Gewindebohrer findet das gleiche Prinzip statt. Durch den Linksdrall werden die Späne aus der Bohrung geschoben. Links genutete Spiralbohrer sowie Gewindebohrer mit Schälanschnitt eignen sich deshalb besonders gut für die Bearbeitung von Durchgangsgangsgewinden.
Gewindebohren in der Praxis
Troubleshooting und Best Practices
Der Gewindebohrer bricht?
Ein Gewindebohrer, der während der Bearbeitung bricht, ist ärgerlich: Die Maschine muss gestoppt werden und im schlimmsten Fall wird das Bauteil unbrauchbar. Aber wie kommt es zu einem solchen Werkzeugbruch in der Gewindeherstellung? Das kann mehrere Gründe haben:
Kernlochbohrung ist zu klein
Stellen Sie die Bohrung des Kernlochs mit dem richtigen Durchmesser her. Dabei können Sie sich an Gewindekernlochtabellen orientieren.
Gewindebohrer läuft auf Kernlochgrund auf
Prüfen Sie die Bohrungstiefe und setzen Sie ein Gewindeschneidfutter mit Längenausgleich oder eine Überlastungssicherung ein.
Werkzeug ist ungeeignet
Eventuell ist die Härte des Werkzeuges oder seine Schneidengeometrie für die Bearbeitung nicht geeignet. Das richtige Werkzeug für Ihren Anwendungsfall finden Sie im Gühring Navigator.
Gewindebohrer wird falsch geführt
Das kann passieren durch eine fehlende oder falsche Ansenkung der Kernlochbohrung bzw. Positions- oder Winkelfehler. Die Werkzeugspannung ist ein wichtiger Bestandteil für eine hohe Prozesssicherheit. Die Verwendung eines Synchrongewindefutter mit Minimalausgleich wird empfohlen. Außerdem ist die korrekte Werkstückspannung entscheidend.
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Mehr InformationenGewindebohren bei schwerzugänglichen Stellen
Manchmal müssen Gewinde an schwerzugänglichen Stellen eingebracht werden, zum Beispiel an tieferliegenden Aussparungen, Absätzen, Störkanten an Vorrichtungen oder unmittelbar an Gusswänden. In solchen Fällen empfiehlt sich die Verwendung eines überlangen Gewindebohrers.
Gewindebohrer ausbohren
Kommt es während des Gewindens zum Werkzeugbruch, kann der abgebrochene Gewindebohrer mit einem kleineren Bohrer ausgebohrt werden. Stellen Sie dazu die Laufrichtung der Bohrmaschine gegen die Gewindebohrer-Laufrichtung ein. Der kleine Bohrer sollte die inneren Gewindebahnkanten knapp erreichen. In großen Fertigungsbetrieben gibt es spezielle Maschinen, die abgebrochene Gewindebohrer mittels Erodieren lösen.
Gewindebohrer: wie vorbohren?
Bevor das Gewinde mit dem Gewindebohrer geschnitten werden kann, muss ein passendes Kernloch gebohrt werden. Der Durchmesser des Kernlochs fällt etwas kleiner aus als das Maß der Schraube, die später eingedreht werden soll. Das liegt daran, dass die späteren Gewindegänge den Durchmesser verändern. Der genaue Durchmesser für das Vorbohren ergibt sich aus der sogenannte ISO-Tabelle, die jeder Gewindegröße eine Bohrergröße zuweist. Hier sind Beispiele für drei gängige metrische Regelgewinde:
| Gewindebohrer M2 | Gewindebohrer M4 | Gewindebohrer M10 | |
|---|---|---|---|
| Gewindegröße | M2 | M4 | M10 |
| Kernlochdurchmesser | 1,6 mm | 3,3 mm | 8,5 mm |
| Steigung Regelgewinde | 0,40 mm | 0,70 mm | 1,50 mm |
Gewindebohrer Set
Im Bereich Gewindebohren unterscheidet man Handgewindebohrer und Maschinengewindebohrer. Beim händischen Bearbeiten von Innengewinden verwendet der Zerspaner einen Gewindebohrersatz bestehend aus den drei Gewindebohrern Vorschneider, Mittelschneider und Fertigschneider.
Der Vorschneider ist mit einem Ring am Schaft markiert, der Mittelschneider mit zwei Ringen. Der Fertigschneider trägt keinen oder (seltener) drei Ringe. Jeder dieser Handgewindebohrer hat am Ende des Schafts einen Außenvierkant, mit dem er in ein Windeisen eingespannt werden kann. Beim Maschinengewindebohrer übernimmt ein Werkzeug alle drei Aufgaben.
Maschinengewindebohrer sind für den Einsatz auf CNC-Maschinen geeignet. Durch ihre spezielle Geometrie ermöglichen sie das prozesssichere Bearbeiten unterschiedlicher Arten von Metall und anderer Werkstoffe.
Hand-Gewindebohrer Satz für metrische ISO-Gewinde im Onlineshop
Maschinen-Gewindebohrer im Onlineshop
Highlights
Gewindebohrer
Gewindebohrer
Pionex
High-Performance Gewindebohrer für Durchgangs- und Sacklöcher
Dieses Werkzeug sorgt dank einer Kombination aus einer hohen Spiralisierung und einem konisch abgesetzten Gewindeteil für optimale Spanabfuhr und garantiert höhere Schnittgeschwindigkeiten. Ein raffiniertes Beschichtungssystem auf Basis einer Hartstoffgleitschicht verringert nicht nur die Reibung, sondern trägt maßgeblich zur Verbesserung der Spanabfuhr bei. Sowohl die Schnittgeschwindigkeit, als auch die Standzeit können somit erhöht werden.
Ihre Vorteile mit dem Gewindebohrer Pionex:
- bessere Spanabfuhr und erhöht Standmenge dank optimierter Beschichtung
- sicherer Spanabtransport durch optimierte Nutgeometrie
- Reduzierung der Werkzeugvielfalt im Betrieb dank universeller Anwendung
VHM-Gewindebohrer für NE-Metalle
Der Materialspezialist für Aluminium und Co.
Diese Werkzeuge sind speziell für die Bearbeitung von Aluminium-Gusslegierungen ausgelegt. Durch die reduzierte Schneidenanzahl entsteht mehr Spanraum, der in Kombination mit einem erhöhten Spanwinkel und einem vergrößerten Freiwinkel für einen perfekten Spanabtransport sorgt. Eine Beschichtung aus Hard Carbon verhindert dabei das Anhaften von Aluminium-Spänen am Werkzeug und sorgt so für eine hohe Prozesssicherheit.
Ihre Vorteile mit dem VHM-Gewindebohrer für NE-Metalle:
- sicherer Spanabtransport dank reduzierter Schneidenzahl und erhöhten Span- und Freiwinkel
- DLC (Diamond Like Carbon) Beschichtung verhindert hohen Verschleiß
- h6 Schafttoleranz zum Spannen in Synchron- und Schrumpffuttern
Universalgewindebohrer
PowerTap
Unser Allrounder für die universelle Anwendung
Die Gewindebohrer-Serie PowerTap verspricht leistungsstarke Gewindebohrer für die gängigsten Gewinde in nahezu allen Werkstoffen. Die spezielle Geometrie der Gühring PowerTap Gewindebohrer macht sie zu echten Allroundern und ermöglicht hervorragende Bearbeitungsergebnisse in einem breiten Einsatzspektrum.
Ihre Vorteile mit dem PowerTap:
- beste Bearbeitungsergebnisse dank hochpräziser Schneidengeometrien
- HSS-E- und HSS-E-PM-Qualitätsstähle kombiniert mit TiN-Beschichtungen für lange Standwege
- für die wichtigsten Gewindearten und Gewindegrößen verfügbar
Gewindeformer
Was sind Gewindeformer?
Gewindeformer sind Werkzeuge für die Herstellung von Innengewinden. Im Gegensatz zum Gewindeschneiden, bei dem Material aus dem Werkstoff herausgeschnitten wird, arbeitet der Gewindeformer spanlos, indem er den Werkstoff kalt verformt, ohne den sogenannten „Faserverlauf“ zu unterbrechen.
Gewindeformen hat Vorteile
Beim Gewindeformen fallen keine Späne an, daher kommt es auch nicht zu Problemen mit der Spanabfuhr und auch tiefe Gewinde wie beispielsweise in Lenkhebeln lassen sich prozesssicher herstellen. Außerdem ist dieses Verfahren äußerst wirtschaftlich. Gewindeformer können auf Maschinen mit höheren Schnittgeschwindigkeiten eingesetzt werden, da die Umformbarkeit vieler Werkstoffe mit der Formgeschwindigkeit zunimmt. Die Standzeiten werden dadurch nicht negativ beeinflusst.
Wie erreiche ich besonders hohe Gewindequalitäten?
Gewindeformer stellen eine besonders hohe Gewindequalität her. Die Gewindeoberfläche hat eine geringe Rauhtiefe. Durch die Kaltverfestigung wird eine höhere statische und dynamische Festigkeit des Gewindes erreicht. Trotz der geringeren Profilhöhe verliert das Gewinde nicht an Tragfähigkeit. Alle Werkstoffe, die über eine Bruchdehnung von mehr als sechs Prozenten verfügen, sind formbar. Das betrifft circa 75 Prozent aller Werkstoffe, die in der Industrie bearbeitet werden.
Wie funktioniert ein Gewindeformer?
Nach DIN 8583 wird das Gewindeformen als „Eindrücken eines Gewindes in ein Werkstück durch ein Werkzeug mit einer schraubenförmigen Wirkfläche“ bezeichnet. Der schraubenförmige Gewindeteil des Formers wird dabei mit einem gleichmäßigen, der Steigung des Gewindes entsprechenden Vorschub in das vorgebohrte Werkstück „eingeschraubt“. Der Standardgewindeformer besitzt einen relativ flachen Formkeil – auch Polygon genannt. Diese Polygone bringen das Material zum Fließen und formen es spanlos zu einem Innengewinde.
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Mehr InformationenWarum ist Kühlung so wichtig?
Besonders wichtig beim Gewindeformen ist die Schmierung. Sie verhindert, dass sich Werkstoff auf den Gewindeflanken ansetzt und gewährleistet, dass das notwendige Drehmoment nicht zu hoch wird. Deshalb sind bei den meisten Anwendungen von Gewindeformern Schmiernuten notwendig und zum Teil auch eine zusätzliche Innenkühlung. Die Schmiernuten befinden sich am äußeren Umfang des Werkzeugs. Es gibt Gewindeformer mit und ohne Schmiernuten. Auch der Ölgehalt in der Emulsion ist beim Gewindeformen entscheidend für eine effiziente Schmierung, Kühlung und Werkzeugstandzeit. Die Auswahl und Kontrolle des Ölgehalts beeinflusst die Oberflächengüte des bearbeiteten Gewindes.
Schneidstoffe
HSS-E oder VHM?
Für kleinere Serien und flexible Fertigungen bietet sich Schnellarbeitsstahl (HSS-E bzw. PM HSS-E) als Schneidstoff an. Werkzeuge aus HSS-E und PM HSS-E bringen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Für die Großserienproduktion ist Hartmetall (VHM) als Schneidstoff die beste Wahl. Die höheren Anschaffungskosten von Werkzeugen aus VHM amortisieren sich schnell durch die geringen Maschinenstillstandzeiten und kürzeren Taktzeiten. Da beim Gewindeformer keine scharfen, bruchempfindlichen Schneiden, sondern verrundete Polygone zum Einsatz kommen, erreichen Gewindeformer aus VHM viel höhere Standzeiten gegenüber dem Schneidstoff HSS-E.
Sie finden in unserem breit gefächerten Werkzeugprogramm nicht den passenden Gewindeformer? Dann liefern wir Ihnen gerne die auf Ihren Bearbeitungsfall optimal abgestimmten Lösungen als Sonderwerkzeuge. Bitte sprechen Sie uns an!
| Schneidstoff | HSS | HSS-E | VHM |
|---|---|---|---|
| Beschreibung | konventioneller Arbeitsstahl | kobaltlegierter Schnellarbeitsstahl | gesintertes, ultrafeines Carbidhartmetall |
| Anwendung | kleinere Serien und flexible Fertigungen | kleinere Serien mit hohen Schnitttemperaturen und unsicherer Kühlung | Großserienproduktion |
| Standzeit |
+ | ++ | +++++ |
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Mehr InformationenGewindeformer Kernloch
Auch dem Gewindeformen geht das Bohren eines Kernlochs voran, dass Sie am Bohrungseingang senken sollten. Gegenüber der zerspanenden Gewindeherstellung ist der Kernlochdurchmesser größer zu wählen. Ein zu kleiner Vorbohr-Durchmesser führt zu einer Überformung des Gewindes und ist unbedingt zu vermeiden, da er auch zum Werkzeugbruch des Formers führen kann. Mit größerem Vorbohrdurchmesser verringert sich die Belastung des Werkzeugs bei gleichzeitiger Erhöhung der Standzeiten. Allerdings ist der Vorbohrdurchmesser stark von der Verformbarkeit des Werkstoffes, der Werkstückgeometrie und der gewünschten Tragtiefe des Gewindes abhängig.
Gewindeformer Kernloch
| Gewindegröße | Kernloch Durchmesser | Steigung Regelgewinde |
|---|---|---|
| M6 | 5,55 | 1,00 |
| M8 | 7,40 | 1,25 |
| M10 | 9,25 | 1,50 |
| M12 | 11,20 | 1,75 |
Gewindeformer Schnittdaten
Gewindeformer können mit höheren Schnittgeschwindigkeiten auf Maschinen eingesetzt werden, da die Umformbarkeit vieler Werkstoffe mit der Formgeschwindigkeit zunimmt. Die Standzeiten werden dadurch nicht negativ beeinflusst. Der Gühring Navigator führt sie zu den passenden Schnittdaten für Ihren Anwendungsfall, die Sie dann nur noch auf Ihren Maschinen einstellen müssen.
Highlights
Gewindeformer
Gewindeformer
Pionex
Höhere Standwege durch 30 % weniger Drehmoment
Die geometrische Veränderung an den Stollen dieses außergewöhnlichen Gewindeformers verbessert die Kontaktfläche zwischen Werkzeug und Funktionsstelle. Dadurch wird die Temperatur beim Gewindeformen reduziert sowie das Drehmoment und die Axialkraft um bis zu 30 Prozent verringert. Die Folge: Extrem erhöhte Standwege.
Ihre Vorteile mit dem Pionex:
- pulvermetallurgischer Stahl als Schneidstoff für hohe Verschleißfestigkeit
- spezielle Oberflächenbehandlung sorgt in Kombination mit TiCN Beschichtung für hohe Verschleißfestigekeit
- Reduktion des Drehmoment und der Axialkraft um bis zu 30% aufgrund neuer Geometrie
Gewindeformer für metrische ISO-Gewinde
Prozesssicher Gewindeformen in Nichteisen-Metallen
Wer spanfrei ISO-Innengewinde z.B. in Aluminium einbringen will, für den ist dieser neue Gewindeformer die erste Wahl. Dank seiner optimierten Geometrie ist das Werkzeug perfekt für diese Bearbeitung geeignet. Eine effektive Innenkühlung senkt dabei die Temperatur, während die Carbo-Beschichtung einen perfekten Verschleiß- und Adhäsionsschutz bildet. Und der hochwertige Schneidstoff – wahlweise VHM oder HSS-E – bleibt auch bei hohen Parametern robust.
Ihre Vorteile mit dem Gewindeformer für metrische ISO-Gewinde:
- Innenkühlung ab M5 senkt Bearbeitungstemperaturen
- hochwertige Carbo-Beschichtung sorgt für Verschleiß- und Adhäsionsschutz
- flexibel einsetzbar bei Sackloch- und Durchgangsgewinden
Modularer Gewindeformer
Modulares System für maximale Flexibilität und Wirtschaftlichkeit
Das modulare System, bestehend aus einem Stahlschaft mit wechselbarem Hartmetall-Gewindekopf, ermöglicht maximale Flexibilität und kürzere Reaktionszeiten. Das Werkzeug kann auch bei nicht idealen Rahmenbedingungen eingesetzt werden, bspw. auf älteren Maschinen. Dabei sorgt der Hartmetall-Gewindekopf für eine Taktzeitreduzierung bei deutlich höheren Standzeiten.
Ihre Vorteile mit dem modularen Gewindeformer:
- hohe Wirtschaftlichkeit durch Mehrfachverwendung des Werkzeugschafts nach Verschleiß des Gewindekopfs (bis zu 8x)
- Kostenreduktion durch modulares Wechselsystem
- auch für nicht optimale Rahmenbedingungen geeignet
- Reduktion des Drehmoments durch spezielle Polygonform und Beschichtung
Modularer Gewindeformer im Onlineshop
Eine Montageanleitung zum modularen Gewindeformer liefert Ihnen unser Video.
Gewindefräser
Was sind Gewindefräser?
Das Gewindefräsen ist ein universelles Verfahren zur Herstellung von Innengewinden und Außengewinden durch Zerspanung. Das Gewinde entsteht durch das spiralförmige Schrägeintauchen rotierender Zerspaungswerkzeuge. Dabei erzeugt die axiale Bewegung des Gewindefräsers in einer Umdrehung die Steigung. Voraussetzung dafür ist eine CNC-Maschine, welche drei Achsen gleichzeitig bewegen kann.
Wann werden Gewinde gefräst?
Gühring Gewindefräser sind die Alleskönner unter den Gewindewerkzeugen im Bereich Zerspanung. Unabhängig vom Typ eignen sich die Gewindefräser besonders für die Herstellung großer Gewinde sowie Gewinden, die bis zum Bohrungsgrund reichen müssen. Neben dem Gewindeformer sind Gewindefräser die Spitzenreiter in puncto Prozesssicherheit und Gewindequalität.
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Mehr InformationenGewindefräser Verwendung
Vorteile des Verfahrens
Anders als beim Gewinden mittels Gewindebohrer und Gewindeformer sind beim Gewindefräsen Steigung und Durchmesser voneinander entkoppelt. Deshalb können dieselben Zerspanungswerkzeuge verschiedene Gewindegrößen mit gleicher Steigung, aber verschiedenen Nenndurchmessern fräsen. Ein und dasselbe Werkzeug kann außerdem Rechtsgewinde und Linksgewinde fräsen. Dabei fallen nur sehr kurze Späne an, was eine hohe Prozesssicherheit begünstigt. Auch für die Zerspanung von Durchgangs- und Sacklochgewinden benötigen Sie nur ein Werkzeug. Die gleiche Werkzeuggeometrie kann für eine Vielzahl von Werkstoffen eingesetzt werden von weich bis hochfest. Das schränkt die Vielfalt der Zerspanungswerkzeuge und damit die Kosten erheblich ein.
Bohrgewindefräser von Gühring
Im Gühring Produktportfolio finden sich außerdem Bohrgewindefräser. Bohrgewindefräser vereinen drei Arbeitsgänge in einem Werkzeug, nämlich Bohren, Fräsen und Fasen. Das ermöglicht die Einsparung von Hauptzeit und Nebenzeiten bei der Bearbeitung. Der Einsatz von Bohrgewindefräser ist aber hinsichtlich Werkstoffgruppen stark limitiert. Sie finden nur ihren Einsatz in Gusswerkstoffen und Nichteisenmetallen.
Welche Gewindefräser Arten gibt es?
Es gibt verschiedene Arten von Gewindefräsern, die für die Herstellung von Gewinden in Werkstücken verwendet werden. Die Auswahl des richtigen Gewindefräsers hängt von Faktoren wie dem Werkstoff, der gewünschten Gewindeart, der Gewindetiefe, dem Durchmesser und der Fräsmaschine ab. Hier sind einige der gängigsten Gewindefräserarten.
Gewindefräser M6/M8
M6 ist eine Bezeichnung für die metrische Gewindegröße von 6,0 mm und wird mit dem vorangestellten M für Metrisch gekennzeichnet. M8-Gewinde haben entsprechend eine metrische Gewindegröße von 8,0 mm. Zur Herstellung der Gewindegrößen M6 und M8 eignen sich zum Beispiel Gewindefräser für metrische ISO-Gewinde.
Gewindefräser M3
Gühring bietet Mikro-Gewindefräser, mit denen sich metrische ISO-Gewinde mit einer Gewindegröße M3 fräsen lassen.
Aufgrund veränderter Frässtrategie ist ein prozesssicheres Gewindefräsern auch bei kleinen Abmessungen und schwerzerspanbaren Materialen realisierbar.
Gewindefräser Einzahn
Mit den Einzahnfräsern lassen sich unterschiedliche Durchmesser und Steigung mit einem Werkzeug realisieren.
Beispiel: M6,5 x 0,45
Spezialisten für besonders robuste Gewinde
Gewindefräser Trapezgewinde
Das Trapezgewinde besitzt die Form eines gleichschenkligen Trapezes. Die Gewindegänge sind breiter als bei Gewinden mit dreieckigem Profil. Trapezgewinde kommen zum Einsatz bei der Leitspindel von Drehmaschinen oder Spindelpressen, da sie größere axiale Kräfte übertragen können. Der Flankenwinkel beträgt 30°.
Highlights
Gewindefräser
Zirkularer Bohrgewindefräser
MTMH3-Z
2 in 1: Kernloch- und Gewindherstellung prozesssicher kombiniert
Kernloch und Gewinde in einem Schritt herstellen und das in hochfesten und gehärteten Stählen – mit dem neuen Zirkularbohrgewindefräser ist das kein Problem. Durch die spezielle Stirngeometrie mit Hohlschliff ist ein prozesssicheres Kernloch- und Gewindefräsen möglich. Eine Perrox-Beschichtung sorgt für die nötige Temperaturbeständigkeit.
Ihre Vorteile mit dem MTMH3-Z:
- Kernloch und Gewinde in einem Schritt durch zirkulares Bohrgewindefräsen
- prozesssichere Bearbeitung bis 66 HRC
- kürzere Zyklus- und Einstellzeiten durch 2-in-1-Lösung
- hervorragende Bearbeitungsergebnisse in der Trocken- und Nassbearbeitung
Speed-Cutting-Line Gewindefräser
SC-MTM3 SP
50 % kürzere Bearbeitungszeit durch höhere Schneidenanzahl
Dank der optimierten Geometrie des SC-MTM3 SP mit mehr Schneiden zerspant der Mikrogewindefräser deutlich schneller. Das Ergebnis sind top Bearbeitungszeiten auch in kleinen Durchmesserbereichen und in Materialien bis 1300 N/mm2. Die linksschneidende Geometrie ermöglicht zudem, dass insbesondere im Gleichlaufverfahren, bis zu 100 % höhere Standmengen erzielt werden können.
Ihre Vorteile mit dem Speed-Cutting-Line Gewindefräser:
- deutlich schnellere Bearbeitung durch bis zu 8 Schneiden
- länger lehrenhaltige Gewinde ohne Radiuskorrektur
- nahezu alle Materialien zerspanbar bis 55 HRC
- ab M4 mit Innenkühlung für sicheren Spanabtransport
- jetzt neu auch in 4xD erhältlich (Sorte 4477)
Gewindefräser für metrische Gewinde
SC-TMC SP
Schnell in höherfesten Materialien
Ein Grund, warum Gewindefräsen seltener eingesetzt wird als andere Gewinde-Techniken: Es dauert zu lange. Das ändert Gühring, indem die Anzahl der Schneiden erhöht und so die Bearbeitungszeiten gesenkt werden. Der Gewindefräser SC-TMC kann in allen Materialien bis 45 HRC eingesetzt werden und eignet sich dank seiner speziellen Geometrie und einer temperaturbeständigen Beschichtung auch für höherfeste Materialien bis hin zur Schwerzerpanung.
Ihre Vorteile mit dem Mikrogewindefräser SC-Line:
- bis zu 50 % kürzere Bearbeitungszeit
- Top-Performance beim Gewindefräsen bis 1300 N/mm2
- Senken und Gewindefräsen in einem
Mehrbereichs-Gewindefräser
Gewindefräser
Universelle Zerspanung für Innengewinde
Der TMU-Gewindefräser ist das Werkzeug für die universelle Zerspanung. Mit ihm lassen sich verschiedene Nenndurchmesser mit gleicher Steigung fräsen. Durch den Halsfreischliff ist die Herstellung besonders tiefer Gewinde möglich. Der TMU-Gewindefräser kann in allen Materialgruppen bis 55 HRC eingesetzt werden.
Ihre Vorteile mit dem TMU SP:
- für die Herstellung von Innengewinde
- universelle Anwendungsmöglichkeiten, Rechts -und Linksgewinde sowie Sackloch- und Durchgangsloch-Bearbeitungen
- für verschiedene Gewindegrößen mit gleicher Steigung, z.B Ø 12x M1,5, Ø 16xM1,5 oder Ø 20xM1,5
- auch für Außengewinde verfügbar

Bohrwerkzeuge
Historisch gut: Unsere Bohrer setzen Standards

Senk- & Entgratwerkzeuge
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Spannmittel
Moderne Werkzeugaufnahmen für makellose Bearbeitungsergebnisse



