Bohrer &
Bohrwerkzeuge
Ausgefeilte Bohrertechnologie
1898 stellte Gühring den ersten HSS Bohrer her und ist seinen Anfängen treu geblieben. Unsere Vielfalt an Bohrwerkzeugen sucht am Markt seinesgleichen. Das Produktprogramm reicht vom Kleinstbohrer Ø 0,05 mm bis zu Sonderlösungen mit Ø 180 mm und von HSS bis VHM oder PKD.
Metallbohrer
Wir setzen Standards für die Zukunft
Mit über 600 Patenten weltweit ist Gühring maßgeblicher Innovationstreiber im Bereich der Metallbearbeitung. Immer leistungsfähigere Werkstoffe und komplexe Bauteile fordern dabei immer effizientere Werkzeuge, um den extremen Anforderungen der Zerspanung gerecht zu werden.
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Mehr InformationenBohrwerkzeuge
Welche Bohrer gibt es?
Historisch gut – das sind Bohrwerkzeuge von Gühring. Denn in die Entwicklung unserer Bohrer lassen wir unsere Erfahrung aus 125 Jahren einfließen. So bieten wir Ihnen hochwertige Werkzeuge, die Präzision und Langlebigkeit garantieren.
Das Produktprogramm im Bereich Bohrwerkzeuge umfasst folgende Arten von Bohrern:
- Spiralbohrer aus HSS und VHM
- Stufenbohrer und Aufbohrer
- Zentrierbohrer und NC-Anbohrer
- Kleinstbohrer mit Durchmessern bis zu Ø 0,05 mm
- Tieflochbohrer für Durchmesser-Längen-Verhältnisse von bis zu 80xD
- Wechselplatten-Bohrsysteme
Gühring-Werkzeuge für spezielle Anwendungen
Welche Bohrer für Edelstahl?
Für die Bearbeitung zähharter Werkstoffe wie Edelstahl, kommen VHM- oder HSS-Bohrer des Typs VA zum Einsatz. Hier bietet Gühring einen Materialspezialisten: Den VHM-Bohrer RT 100 VA mit einem 140° Spitzenwinkel und 30° Steigung. Zur Zerspanung von rostfreien Stählen werden Werkzeuge mit angepasster Geometrie verwendet, welche die Temperaturentwicklung reduzieren und auch in diesen langspanenden Werkstoffen kurze Späne erzeugen. Für optimale Ergebnisse sollten VHM Bohrer mit einer entsprechend Hartstoffbeschichtung eingesetzt werden.
Welcher Bohrer für gehärteten Stahl?
Gehärteter Stahl ist Stahl, der auf eine Temperatur von 750 bis 1050 °C erhitzt wird, um seine mechanische Widerstandskraft zu erhöhen. Hier empfiehlt sich der Einsatz eines Bohrers aus Vollhartmetall mit einer Signum-Schicht, wie der Ratiobohrer RT 100 HF von Gühring.
Die Mikrostruktur der Signum-Beschichtung zeichnet sich durch extrem feine TiAlN-Nanokristalle aus, die in eine glasartige, hochtemperaturfeste Siliziumnitridmatrix eingebettet sind. Daraus resultiert eine hohe Härte.
Metallbohrer erkennen
Metallbohrer sind Spiralbohrer und werden teilweise auch als Wendelnutbohrer bezeichnet. Die Vorderseite des Bohrers ist kegelförmig geschliffen und besitzt zwei scharfe Schneiden. Charakteristisch für Metallbohrer ist die scharfe Spitze, die sich leicht durch Metall bohren kann. Im Schaft dahinter befindet sich eine Spiralnut, die für den Abtransport von Spänen sorgt.
Bohrer schleifen
Zum Herstellungsprozess von Bohrern gehört auch das Schleifen der Schneidkanten. Die Schneidekantenmikrogestalt gibt an, ob die Schneidkante unter dem Mikroskop scharf (schartig) ist oder verrundet. Bei hochwertigen Bohrern wird eine Schneidkantenschartigkeit vermieden und so ihre Stabilität und Oberflächengüte erhöht. Verfahren zur Schneidkantenpräparation sind beispielsweise: Nassstrahlen, Mikro-Strahlen, Schleppschleifen und Bürsten mittels Robotern.
Spiralbohrer
Was sind Spiralbohrer?
Spiralbohrer ist ein Oberbegriff für verschiedene Bohrerarten wie Metallbohrer, Kunststoffbohrer, Holzbohrer, Universalbohrer sowie Stein- und Betonbohrer. Alle Spiralbohrer haben ein gemeinsames Kennzeichen: Die spiralförmig gewundenen Spannuten, denen die Bohrer ihren Namen verdanken. Je nach Härte des zu bearbeitenden Werkstoffs kommen unterschiedliche Spiralbohrer zum Einsatz. Diese lassen sich in drei Spiralbohrertypen unterteilen.
Typ N
Typ N Spiralbohrer sind vielseitig einsetzbar und eignen sich gut für eine breite Palette von Materialien. So zeichnet sich der Typ N durch eine normale Schneidengeometrie aus, die zum Beispiel für den Einsatz in Stahl und Gusseisen optimiert ist.
- für normale Werkstoffe wie Gusseisen
- vielseitig verwendbarer Schneidkeil dank 30°-Drallwinkel
- 118°-Spitzenwinkel
Typ H
Ein Spiralbohrer Typ H verfügt über eine spezielle Geometrie für die Bearbeitung von schwer zu bearbeitenden Materialien. Er zeichnet sich durch seine verbesserte Schneidleistung und Wärmebeständigkeit aus, was ihn besonders geeignet macht für anspruchsvolle Bohraufgaben in härteren Werkstoffen.
- für harte und spröde Werkstoffe wie Bronze
- 15°-Drallwinkel führt zu großem Keilwinkel mit weniger scharfer, stabiler Schneide
- 118°-Spitzenwinkel
Typ W
Bohrer vom Typ W zeichnen sich durch eine kurze Spirale aus und eignen sich besonders für die Bearbeitung von langspanenden, weichen Werkstoffen wie Kunststoffen, Leichtmetallen sowie Hartholz und Spanplatten.
- für weiche Werkstoffe wie Aluminium
- 40°-Drallwinkel bildet kleinen Keilwinkel und damit eine scharfe, instabile Schneide
- 130°-Spitzenwinkel
Welche Vorteile hat der Spiralbohrer?
Der Aufbau des Spiralbohrers bringt einige Vorteile mit sich: Die Führungsfase sorgt für eine gute Führung des Bohrers am Werkstück, was ihm zusätzlich Stabilität verleiht. Durch seine günstigen Schneidewinkel lässt der Bohrer sich einfach zentrieren. Die Spanabfuhr läuft beim Spiralbohrer automatisch ab und wird teilweise unterstützt durch die Zufuhr von Kühlschmierstoff durch integrierte Kühlkanäle. Außerdem kann der Spiralbohrer mehrfach nachgeschliffen werden. Erfahren Sie mehr über die Wiederaufbereitung von Werkzeugen.
Freiwinkel Spiralbohrer
Die Winkel zwischen dem Werkstück und der Schneide beeinflussen den Vorgang des Zerspanens und variieren je nach zu bearbeitendem Werkstoff. Man unterscheidet hier den Freiwinkel (Alpha), den Keilwinkel (Beta) und den Spanwinkel (Gamma). Der Freiwinkel wird an das Werkzeug geschliffen, damit es überhaupt schneidet und ist damit maßgeblich für den maximalen Vorschub. Gleichzeitig beeinflusst er die Reibung zwischen der Freifläche des Schneidkeils und der Schnittfläche des Werkstückes. Ein kleiner Freiwinkel eignet sich für harte und kurzspanende Werkstoffe, z.B. für hochlegierten Stahl.
Spiralbohrer anschleifen
Die enorme Bandbreite an zu zerspanenden Materialien verlangt unterschiedlichste Anschliffformen.
Bei der Anschliff Form A wird die Querschneide ausgespitzt, um die Axialkräfte zu reduzieren. Das bedeutet, dass in einem zusätzlichen Arbeitsgang mit einer Schleifscheibe, unter definierten Winkeln die Querschneide verkleinert wird.
Die Anschliff Form B eignet sich für langspanende Materialen wie Baustahl und hochfesten Stahl. Sie ist eine Kombination aus Form A und einer Hauptschneidenkorrektur. Hierbei wird der positive Spanwinkel durch eine Fläche korrigiert und der Schneidkeil „stumpf“ geschliffen. Beim Bohren ins Volle wächst dadurch der Widerstand für den Span. Es bilden sich an der korrigierten Fläche Spanpakete, die gebrochen und über die Spannuten abtransportiert werden.
Die Anschliffform C entspricht dem Kreuzanschliff. Bei dieser Anschliffart werden zwei Flächen so zueinander geschliffen, dass sie sich im Bereich der Querschneide kreuzen. Das sorgt für hervorragende Zentriereigenschaften und geringere Vorschubkräfte. So lassen sich mit dem Kreuzanschliff genauere Bohrungsdurchmesser und eine perfekte, runde Bohrung erzeugen.
Die Anschliffform D ist eine Kombination aus Form A und einem zusätzlichen Spitzenwinkel von meist 90°. Er entfernt die Schneidecke, wodurch zwei neue, weniger scharfe Schneidecken entstehen. Das Werkzeug wird dadurch unempfindlicher gegen Stoßbelastung und seine Standzeit erhöht sich. Dieser Anschliff wird bei der Metallbearbeitung hauptsächlich für Grauguss, Temperguss und Schmiedestücke verwendet.
Bei der Anschliffform E wird eine sogenannte Zentrierspitze geschliffen. Diese Geometrie zeichnet sich durch hervorragende Zentriereigenschaften und eine genaue Bohrung bei geringer Gratbildung aus. Dieser Anschliff kommt bei dünnwandigen Werkstücken, Blechen und weichen Werkstoffen zum Einsatz.
Spiralbohrer Set
Spiralbohrer-Sätze von Gühring gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und mit unterschiedlichen Oberflächenbehandlungen. Für Monteure und Handwerker stehen Sätze mit den gebräuchlichsten Bohrerabmessungen zur Verfügung, die mit Bakelitständer und Kassetten geliefert werden können.
VHM-Bohrer
Was ist Hartmetall?
Hartmetall ist ein Sinterwerkstoff, das heißt, er wurde unter Druck gebacken. Es ist eine Mischung aus verschiedenen Karbiden und Kobalt. Man spricht deshalb auch von gesinterten Carbidhartmetallen.
Hartmetallbohrer Verwendung
Wo wird Hartmetall verwendet?
Hartmetall wird überwiegend als Schneidstoff für Werkzeuge im Bereich Zerspanung wie Bohrer, Drehmeißel und Fräswerkzeuge verwendet. Aufgrund der erhöhten Schnittwerte, Standzeiten und verbesserter Bohrqualitäten sind Hartmetallwerkzeuge ideal für Serien- und Großfertigungen auf CNC-Maschinen mit stabiler Aufspannung. Der Anschaffungspreis für Hartmetallwerkzeuge ist allerdings im Vergleich zu HSS-Werkzeugen wesentlich höher. Nicht in jedem Fall ist deshalb Hartmetall die wirtschaftlichste Lösung für die Zerspanung. Gerade bei instabilen Verhältnissen und kleinen Losgrößen, sind Werkzeuge aus Schnellarbeitsstahl vorzuziehen.
Was ist ein Vollhartmetallbohrer?
Bei Hartmetall Bohrern bestehen Werkzeugkörper und Schneiden aus unterschiedlichen Schneidstoffen. Bei einem Bohrer aus Vollhartmetall (VHM) fertigt der Hersteller dagegen das komplette Werkzeug aus Hartmetall. Vollhartmetall-Bohrer eignen sich für besonders anspruchsvolle Bearbeitungsaufgaben, wenn hohe Verschleißfestigkeit und Effizienz gefragt sind. Die Herstellung eines perfekten VHM-Bohrers beginnt schon bei der Zusammensetzung des Schneidstoffs. Deshalb stellt Gühring das Hartmetall für seine Werkzeuge selbst her.
Highlights
Vollhartmetallbohrer
Wechselkopf-Bohrsystem
BT 800
Für schnellen Kopfwechsel und hohe Wirtschaftlichkeit
Der BT 800 ist ein modulares Bohrsystem mit schnell wechselbarem Bohrkopf dank Bajonett-Schnittstelle. Er bietet hohe Wirtschaftlichkeit durch längere Standwege und reduzierte Rüstzeiten.
Ihre Vorteile mit dem BT 800:
- schnelles und einfaches Handling in Kombination mit langer Lebensdauer und hoher Performance
- wirtschaftliche Alternative zu VHM-Bohrern
- Minimierung von Rüstzeiten
Vollhartmetallbohrer
RT 100 InoxPro
Maximal produktiv beim Bohren in VA
Der VHM-Bohrer RT 100 InoxPro wurde speziell für die Herstellung präziser Bohrungen in rostfreien Stählen, Edelstählen und Titanwerkstoffen konzipiert und verspricht dabei höchste Schnittwerte und lange Standwege.
Ihre Vorteile mit dem RT 100 InoxPro:
- 50 % höhere Vorschubgeschwindigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Bohrern für rostfreie Edelstähle
- 60 % höhere Standzeiten im Vergleich zu herkömmlichen Bohrern für rostfreie Edelstähle
- prozesssicher auch bei tiefen Bohrungen bis 7xD und optimale Spankontrolle und -abfuhr
Vollhartmetallbohrer
RT 100 XF
Unser Gigant für extreme Performance
Der RT 100 XF überzeugt mit extremer Leistungsfähigkeit, Flexibilität und einem breiten Anwendungsspektrum. In unserem Standardprogramm ist er das Werkzeug für herausragende Bearbeitungsprozesse.
Ihre Vorteile mit dem RT 100 XF:
- Optimierung aller Werkzeugparameter für extreme Vorschübe und gewaltige Zeitspanvolumen
- maximale Ausreizung der Performance dank Inhouse-High-End-Finishing
- Taktzeitverkürzung in der Serienfertigung auch bei schwer zerspanbaren Werkstoffen
Universalbohrer
RT 100 U
Das Gühring-Multitalent für die Stahlbearbeitung
Der universelle RT 100 U ist optimal geeignet für die Bearbeitung von Stählen bis ca. 1400 N/mm², kurz- und langspanenden Werkstoffen sowie hochlegierten und rostfreien Stählen. Mit dem Ratiobohrer lassen sich höchste Schnittdaten fahren und kurze Späne erzeugen.
Ihre Vorteile mit dem RT 100 U:
- optimierte Schneidengeometrie für hohe Performance
- fluchtungsgenaue Bohrungen durch Spezialausspitzung und 2-Flächenanschliff
- sehr gutes Eigenzentrierverhalten dank 140° Spitzenwinkel
HSS-Bohrer
Bewährt und gefragt
Bohrer aus HSS/HSCO
Hartmetall oder HSS Bohrer? Die Kompetenzen der Schneidstoffe sind klar verteilt – und Hartmetall hat längst nicht alle Anwendungsgebiete für sich entscheiden können. Insbesondere bei der Klein- und Mittelserienfertigung, bei instabilen Bearbeitungsverhältnissen und immer dann, wenn Zähigkeit gefordert wird, setzen Anwender nach wie vor auf Bohrwerkzeuge aus Schnellarbeitsstahl (HSS/HSCO).
Was sind HSS Bohrer?
HSS-Bohrer sind Metallbohrer, die sich durch Ihre universellen Einsatzmöglichkeiten auszeichnen. Insbesondere bei der Klein- und Mittelserienfertigung, bei instabilen Bearbeitungsverhältnissen und immer dann, wenn Zähigkeit gefordert wird, setzen Anwender nach wie vor auf Bohrwerkzeuge aus Schnellarbeitsstahl (HSS/HSCO).
HSS-Bohrer Unterschiede
Je nach Härte und Zähigkeit wird Schnellarbeitsstahl in verschiedenen Qualitätsstufen unterteilt. Für diese Eigenschaften sind Legierungsbestandteile wie Wolfram, Molibdän und Kobalt verantwortlich. Mit zunehmenden Legierungsbestandteilen erhöhen sich die Anlassbeständigkeit, Verschleißfestigkeit und Leistungsfähigkeit des Werkzeugs, aber auch der Anschaffungspreis. Deshalb muss bei der Wahl des Schneidstoffs bedacht werden, wie viele Bohrungen in welchem Material gefertigt werden. Für eine geringe Anzahl an Bohrungen empfiehlt sich der günstigste Schneidstoff HSS. Für die Serienproduktion sollten höherwertige Schneidstoffe wie HSCO, M42 oder HSS-E-PM gewählt werden.
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|---|---|---|---|---|
| HSS-Sorte | HSS | HSCO (auch HSS-E) | M42 (auch HSCO) | PM HSS-E |
| Beschreibung | konventioneller Arbeitsstahl | kobaltlegierter Schnellarbeitsstahl | 8 %-kobalthaltiger Schnellarbeitsstahl | pulvermetallurgisch hergestellter Schnellarbeitsstahl |
| Zusammensetzung | max. 4,5 % Kobalt und 2,6 % Vanadium | mind. 4,5 % Kobalt und 2,6 % Vanadium | mind. 8 % Kobalt | gleiche Inhaltsstoffe wie bei HSCO, andere Herstellung |
| Anwendung | universelle Anwendung | Anwendung bei hohen Schnitttemparaturen / ungünstiger Kühlung, Edelstahl | Anwendung bei schwer zu zerspanenden Materialien | Anwendung bei Serienfertigung und hohem Anspruch an die Standzeit |
| Standzeit | + | ++ | +++ | ++++ |
Wie werden HSS-Bohrer hergestellt?
Stufenbohrer
Stufenbohrer HSS / Gühring Stufenbohrer
Welche Stufenbohrer bietet Gühring an?
Stufenbohrer aus Schnellarbeitsstahl (HSS) weisen einenen starken Verschleißwiderstand und eine hohe Positionsgenauigkeit beim Bohren auf. Daher bietet Gühring verschiedenartige Metallbohrer aus diesem hochlegierten Werkzeugstahl an. Hauptsächlich wird hier zwischen den beiden Zentrierungsformen D und DR nach DIN 332 unterschieden. Neben der Standardoption „blanke“ Oberfläche gibt es die Möglichkeit der Oberflächenbehandlung „dampfangelassen“ für verschleißreduziertes Bohren. Für das Einspannen in gängige Bohrfutter gibt es unsere Stufenbohrer mit zylindrischer Schaftform und mit Morsekegel.
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Mehr InformationenWozu Stufenbohren?
Stufenbohrer werden in der Metallbearbeitung oft zum Bohren von Schraubenkopfsenkungen und Gewindekernbohrungen mit Freisenkungen eingesetzt. Außerdem eignen sie sich für gestufte Bohrungen mit hohen Oberflächengüten.
Mit einem Stufenbohrer lassen sich mehrere Bearbeitungsschritte in einem kombinieren und Bohrungen mit zwei oder drei Durchmessern in einem Arbeitsgang herstellen, wodurch Werkzeuge eingespart werden können. Ein großer Vorteil des Stufenbohrers im Gegensatz zu Bohrern mit lediglich einem Durchmesser ist die Einsparung von Arbeitsgängen bzw. Werkzeugen.
Zentrierbohrer
Was sind Zentrierbohrer?
Zentrierbohrer sind Profilbohrwerkzeuge und stellen Aufnahmebohrungen für das Drehen bzw. Schleifen zwischen Spitzen her. Oft werden Zentrierbohrer aus Schnellarbeitsstahl (HSS) gefertigt. Hinsichtlich der Geometrie dieser Bohrer ist die kurze Auskraglänge und das abgestufte Profil charakteristisch. Vorne sorgt die zusätzliche Zentrierspitze, die ebenso den Nenndurchmesser des Werkzeugs bildet, für eine hohe Zentrierung in der Bohrung.
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Mehr InformationenWie funktioniert ein Zentrierbohrer?
Die Aufnahmebohrungen haben hohe Genauigkeitsanforderungen. Der Zentrierbohrer kann mithilfe seiner kurzen Werkzeuglänge und der kleinen Zentrierspitze das Verlaufen des Bohrers reduzieren und somit für eine bessere Positionsgenauigkeit sorgen.
Aufbohrer
Was ist ein Aufbohrer?
Aufbohrer werden eingesetzt, um vorgebohrte, gestanzte oder gegossene Bohrungen auf das gewünschte Fertigmaß zu vergrößern. Dabei können mit Aufbohrern auch die Unrundheit, Fluchtungsabweichung oder Oberflächenfehler im Bohrloch verbessert werden. Aufbohrer optimieren also die Ausgangsbohrung. Wenn die Bohrung anschließend mit einer Reibahle bearbeitet werden soll, sorgen Aufbohrer für die nötige Passgenauigkeit.
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Mehr InformationenAufbohrer Gühring
Gühring bietet ein großes Programm an Aufbohrwerkzeugen für die Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe, wobei Gühring Aufbohrer als Typ N ausgeführt sind. Durch den Drallwinkel von ca. 30° ist der Schneidkeil des Typ N vielseitig verwendbar.
Mikrobohrwerkzeuge
Mikrobearbeitung gewinnt in allen Branchen von der Medizintechnik bis zur High-Tech-Industrie stetig an Bedeutung. Die Bohrbearbeitung ist dabei ein zentraler Bestandteil. Je kleiner die Bauteile, umso höher die Anforderungen an Präzision, Wiederholgenauigkeit und Wirtschaftlichkeit des Prozesses.
Highlights
Mikrobohrwerkzeuge
VHM-ExclusiveLine-Kleinstbohrer
Hochleistung in nahezu allen Werkstoffen
Die VHM-ExclusiveLine-Kleinstbohrer ermöglichen die Hochleistungsbearbeitung von nahezu allen Werkstoffen. Zur Auswahl steht eine universelle Variante mit maximaler Performance in Stahlwerkstoffen und ein Typ VA, speziell für die Bearbeitung von rostfreien Stählen, Sonderlegierungen und Titan. Die angepasste Spitzengeometrie, High-End-Beschichtung und Hartmetallauswahl sorgen für höchste Schnittwerte und Standzeiten.
Ihre Vorteile mit dem VHM-ExclusiveLine-Kleinstbohrer:
- für maximale Performance mit höchsten Schnittwerten und Standzeiten
- Spezialist für den Einsatz in Stahlwerkstoffen
- Spezialgeometrie Typ VA für rostfreie Stähle, Sonderlegierungen und Titan
- mit Innenkühlung ab Durchmesser 1,00 mm, ohne Innenkühlung ab 0,50 mm
Anwendungsbeispiele Serienfertigung
Material: Legierter Einsatzstahl 16MnCr5
Innenkühlung mit 8% Emulsion
- d = 2,5 mm
- Vc = 120 m/min
- n = 15.279 U/min
- fn = 0,14 mm/U
- Vf = 2.139,06 mm/min
Material: Rostfreier Stahl X6CrNiTi18 10
Innenkühlung mit 12% Emulsion
- d = 1,5 mm
- Vc = 80 m/min
- n = 16.980 U/min
- fn = 0,045 mm/U
- Vf = 764 mm/min
VHM-Kleinstbohrer
Extrem leistungsfähig in der Mikrobearbeitung
Die Gühring VHM-Kleinstbohrer ohne Kühlkanäle decken den Durchmesserbereich von 0,1 mm bis 3,0 mm ab. Mit den VHM-Kleinstbohrern lassen sich bei stabilen Bearbeitungsverhältnissen und hohen Maschinenleistungen extrem gute Schnittparameter und lange Standwege realisieren. Unter anderem durch die Verwendung von ultrafeinem Hartmetall, das neben sehr hoher Härte und Hitzebeständigkeit eine extreme Verschleißfestigkeit aufweist, wird die enorme Leistungsfähigkeit der VHM-Kleinstbohrer ermöglicht.
Ihre Vorteile mit dem VHM-Kleinstbohrer:
- für stabile Bearbeitungsbedingungen
- höhere Schnittparameter und Standwege
Anwendungsbeispiel Serienfertigung auf Rundtaktmaschine
Material: Vergütungsstahl 42CrMo4
mit Außenkühlung 10% Emulsion
- d = 1,2 mm
- Vc = 65 m/min
- n = 17.242 U/min
- fn = 0,06 mm/U
- Vf = 1.035 mm/min
HSS-E-PM-Kleinstbohrer
Prozesssicher und verschleißfest mit HSS-E-Stahl
Die Gühring HSS-E-Kleinstbohrer aus leistungsfähigem pulvermetallurgischem HSS-E-Stahl zeichnen sich durch einen sehr hohen Verschleißwiderstand und eine hohe Zähigkeit und Schneidkantenstabilität aus, was insbesondere bei instabilen Bearbeitungsbedingungen wichtig ist. Der pulvermetallurgisch hergestellte HSS-E-Stahl hat ein sehr homogenes Gefüge, das sich positiv auf die konstant hohe Leistungsfähigkeit der Kleinstbohrer auswirkt.
Ihre Vorteile mit dem HSS-E-PM-Kleinstbohrer:
- prozesssicher unter instabilen Bearbeitungsbedingungen zerspanen mit diesem HSS-E Bohrer
- verschleißfestes HSS-E-PM und hohe Schneidkantenstabilität
Anwendungsbeispiel Serienfertigung auf Mehrspindelmaschinen mit HSS-E Bohrern
Material: Rostfreier Stahl 1.4301
mit Außenkühlung 10% Emulsion
- d = 2,0 mm
- Vc = 15 m/min
- n = 2.387 U/min
- fn = 0,03 mm/U
- Vf = 71,61 mm/min
Wendeplatten
Was ist ein Wendeplattenbohrer?
Wendeplattenbohrer bestehen aus einem Grundkörper aus Werkzeugstahl mit Spanflächen und Spannuten als Aufnahme für eine oder mehrere austauschbare Wendeschneidplatten.
Hartmetall Wendeplatten
Bei Wechselplatten ist der Träger/Halter aus einem kostengünstigeren Material und die Platte aus Hartmetall. Das lohnt sich besonders bei sehr großen Bohrdurchmessern. Wendeschneidplatten werden zur Verwendung in der Metallzerspanung in einen Werkzeughalter geklemmt oder geschraubt. Sie besitzen meist mehrere Schneidkanten. Verschleißt eine Schneidkante, wird die Platte einfach gedreht.
Wie werden Hartmetall Schneidplatten hergestellt?
Wendeschneidplatten werden in einem Sinter-Verfahren hergestellt. Dabei wird Hartmetallpulver in Form gepresst und auf circa 1500 Grad Celsius erhitzt, wobei das Pulver zu Hartmetall verschmilzt. Nach dem Sintern werden bei einem Schleifverfahren Geometrie und Größe der Wendeschneidplatte festgelegt. Abschließend werden die Wendeschneidplatten mit unterschiedlichen Beschichtungen überzogen.
Wechselplatten-Bohrsysteme für die Stahlbearbeitung
Stahlträger werden in der Regel auf speziellen Bohr-/Sägeanlagen für die Montage vorbereitet. Die Aufspannungsverhältnisse auf diesen Maschinen sind meist instabil. Das stellt besonders hohe Anforderungen an die Bohrwerkzeuge.
Wechselplatten-Bohrsysteme sind eine fortschrittliche Lösung für die Stahlbearbeitung. Gühring bietet hier beispielsweise das System HT 800 für effizientes Bohren von Stahl. Die speziellen Wendeschneidplatten bieten hohe Verschleißfestigkeit und optimale Prozesskräfte.
Highlights
Wendeplatten
Wechselplatten-Bohrsysteme
HT 800 WP
Effiziente Bearbeitung von C-Stahl
Der HT 800 besteht aus einem verschleißfesten Stahlträger, dem wechselbaren Schneidkörper und einer Feststellschraube mit Klemmprinzip. Die Spannschrauben mit Schraubensicherung verbessern den Halt, auch bei stark vibrationsbelasteten Bearbeitungen. Dadurch wird höchste Prozesssicherheit für Bohrungen bis 10xD erzielt.
Ihre Vorteile mit dem HT 800 WP:
- reduzierte Gratbildung
- optimale Zentriereigenschaften
- ruhiges Bohrverhalten
Anwendungsbeispiel Bohrung in Buchse
- Marktsegment: Automobil
- Bauteil: Buchse
- Bohrtiefe: 24 mm
- Bohrungsart: Durchgangsloch
- Durchmesser: 19,5 mm
- Material: C40
- Standmenge: 6000 Bohrungen
- Standzeit: 144 m
- Schnittgeschwindigkeit: 120 m/min
- Vorschub pro Umdrehung: 0,35 mm/U

PKD-/PCBN-Werkzeuge
Innovative Werkzeuge für komplexe Bearbeitungsaufgaben

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Tieflochbohrer
Prozesssicherheit in der Königsdisziplin der Zerspanung




