Ein Mann bei Dörr steht an der Maschine

Wie aus Herausforderungen echter Fortschritt entsteht, zeigt die Firma Dörr gemeinsam mit Gühring: Durch den Einsatz des PKD-Divers von Gühring vervierfacht das Unternehmen aus Sankt Augustin die Standzeiten, spart Werkzeugkosten ein und bringt die Oberflächenqualität der Bauteile auf ein neues Niveau.

Wenn es um anspruchsvolle Zerspanungsaufgaben geht, ist die Firma Dörr ein gefragter Partner. Mit rund 70 Mitarbeitenden steht das in dritter Generation geführte Familienunternehmen für eine hohe Fertigungstiefe, ausgeprägtes technisches Know-how und setzt auf die kontinuierliche Weiterentwicklung seiner Prozesse und Technologien. Das Leistungsspektrum reicht von der Fertigung von Kleinserien bis hin zur Bearbeitung komplexer Bauteile. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Schwerzerspanung sowie der Herstellung hochpräziser, komplexer Komponenten, bei denen höchste Anforderungen an Qualität, Maßhaltigkeit und Prozesssicherheit gestellt werden.

Herausforderungen in der Aluminiumbearbeitung

„Mit den steigenden Qualitätsanforderungen unserer Kunden wachsen auch unsere Erwartungen an die Zerspanungswerkzeuge,“ erklärt Nasir Koubaa, Leiter Feinmechanik bei Dörr. „Gerade bei der Bearbeitung von komplexen Bauteilen aus NE-Metallen und Aluminium kommt es auf zwei entscheidende Faktoren an: eine hohe Oberflächenqualität und geringer Werkzeugverschleiß.“ Welche kostspieligen Folgen es haben kann, wenn ein Werkzeug diese beiden Faktoren unzureichend erfüllt, erklärt Nasir Koubaa am Beispiel einer HFC-Schlichtbearbeitung: Dabei wir das Aluminium-Bauteil (3.3547) mit dem VHM-Fräser eines Wettbewerbers bearbeitet. „Ohne Nachbearbeitung hätten wir unsere hohen Ansprüche an die Oberflächenqualität nicht erreicht “, erinnert sich Koubaa. Zudem erschweren schwankende Standzeiten des VHM-Fräsers den Bearbeitungsprozess – und damit auch die Kalkulation der Werkzeugkosten.

Für Dörr ist klar: In diesem Prozess steckt Optimierungspotenzial. „Unser Ziel war es nicht nur, ein neues Werkzeug einzusetzen – sondern den gesamten Bearbeitungsprozess zu optimieren“, erzählt Koubaa. „Auf der Suche nach einer zukunftsfähigen Lösung fiel unsere Wahl auf Gühring. Wir arbeiten schon seit einiger Zeit mit dem Werkzeughersteller zusammen und schätzen die persönliche und kompetente Beratung.“ Nach einer ausführlichen Analyse von Bauteil, Maschinenparameter und Bearbeitungsstrategie wird der VHM-Fräser durch einen Materialspezialisten von Gühring ersetzt: den PKD-Diver.

Kleines Werkzeug, große Wirkung: Vierfache Standzeiten mit dem PKD-Diver

Der PKD-Diver kommt in einer Sonderausführung mit einem Eckenradius von R = 2,5 zum Einsatz. Und kann beim Bearbeiten der Aluminiumbauteile sofort überzeugen: „Der zuvor eingesetzte VHM-Fräser hatte seine Standzeit nach 30 Stunden erreicht. Der PKD-Diver schafft mit denselben Schnittdaten das Vierfache.“, berichtet Peter Kraus, Mitarbeiter in der CAD-CAM Technik bei Dörr. „Das Werkzeug will einfach nicht stumpf werden.“ Durch den geringen Verschleiß konnten wir die Werkzeugkosten deutlich senken“, ergänzt Nasir Koubaa begeistert. Doch das ist noch nicht alles: „Auch die Oberflächenqualität der Bauteile konnten wir signifikant steigern. Wir erreichen eine deutlich höhere Präzision und Oberflächengüte.“

Wie der PKD-Diver das schafft, erklärt Gühring Außendienstmitarbeiter Marcel Horn: „Der ultraharte PKD-Schneidstoff ermöglicht höchste Standzeiten, wo andere Hartmetall-Schneiden längst Abnutzungen aufweisen. Die PKD-Schneiden wurden mit einem besonders stabilen Unterbau perfekt eingebettet – dadurch erreichen wir maximale Performance bei der Bearbeitung.“  Dank geringer Leistungsaufnahme und hoher Stabilität ermöglicht der PKD-Diver eine besonders gratarme Bearbeitung. Dadurch kann sich Dörr weitere Arbeitsschritte sparen – die bislang notwendige Nachbearbeitung entfällt. Und auch um die Prozesssicherheit muss sich Dörr nicht sorgen: „Der PKD-Diver erzeugt kurze Frässpäne, die leicht abtransportiert werden können. Das erleichtert die Spanabfuhr insbesondere bei der Bearbeitung von langspanenden Aluminiumlegierungen erheblich“, so Horn.

Aus Partnerschaft wird Fortschritt

„Durch den Einsatz von PKD-Werkzeugen geht Dörr einen wichtigen Schritt, um den Qualitätsanforderungen der Zukunft gerecht zu werden“, fasst Nasir Koubaa zusammen. „Die Zusammenarbeit mit Gühring zeigt, dass moderne Werkzeugtechnologie in Kombination mit partnerschaftlicher Zusammenarbeit entscheidend für nachhaltigen Fertigungserfolg ist.“

Der PKD-Diver von Gühring mit Innenkühlung

So profitieren Sie vom PKD-Diver:

  • vierfachen Standzeiten bei gleichen Schnittdaten
  • deutlich reduzierten Werkzeugverschleiß
  • spürbar geringeren Werkzeugkosten
  • signifikant verbesserter Oberflächenqualität
  • gratarmer Bearbeitung ohne Nacharbeit

 

  Wettbewerber Gühring
Artikel VHM-Fräser PKD-Diver (Art. 4190)
Ø 12 mm 12 mm
Material 3.3547 3.3547
Vc 850 m/min 850 m/min
fz 0,15–0,3 mm (je nach Einsatz) 0,15–0,3 mm (je nach Einsatz)
Vorschub 12.000 mm/min 12.000 mm/min
ap 0,5 mm 0,5 mm
ae 0,3 bis 0,5 mm 0,3 bis 0,5 mm
Standzeit 30 Stunden 120 Stunden

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